Moderne Tagelöhner: Ein Mann geht möbeln

Ich bin gerade so beim Surfen und Googlen über diesen Artikel bei der Süddeutschen gestolpert. Das Krasse, der Artikel ist von 2006 und passt meiner Meinung nach noch bis 2016… Eine recht bewegende und nachvollziehbare Geschichte eines Mannes, die sich auf jeden anderen Menschen durchaus abbilden lässt.

“Dat mit’m Staat kannse vergessen.” Pohl war schon Arbeitsloser unter Kohl und ist einer unter Schröder geblieben: “Die Merkel überleb ich auch noch.” Dass die meisten Medien plötzlich positiv über die Bundeskanzlerin berichten, versteht er nicht: “Die hat doch noch nix gemacht.”

Weil er sich selbst hilft, geht er morgen wieder möbeln. Die 64 Euro sind ihm sicher. Brutto für netto. Wenn’s dann auch noch bald mit der Frührente klappt und er einen Teil seiner Schulden abgebaut hat, ist er richtig zufrieden: “Wat willse mehr?” Er lächelt. Dann bestellt er ein zweites Bier und zieht langsam an seiner Zigarette. Pohl ist auch deshalb ganz optimistisch, weil er bereits sozial abgestiegen ist. “So wie et mit Deutschland aussieht, haben die meisten dat doch noch vor sich, verstehse?”

Das sagt doch alles oder?

März 29, 2008 · Henry · No Comments
Tags: , , ,  · Posted in: Arbeitsalltag, Randnotizen

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